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Airmix



Mischen und Homogenisieren von granulat- und pulverförmigen Produkten in Sekunden ohne bewegte Einbauten.
Funktionsweise
Der AIRMIX ist ein Apparat zum chargenweisen Mischen und Homogenisieren von rieselfähigen Schüttgütern. Das Mischprinzip beruht auf gerichteten Druckluftimpulsen. Der AIRMIX-Mischbehälter (siehe Schema Pos. 1), welcher der Bauweise eines Silos entspricht, wird mit den zu mischenden Produkten befüllt. Sobald die gewünschte Chargengröße erreicht ist, wird der Produkteinlauf geschlossen und der Mischprozess gestartet. Zuvor wird in einem separaten Druckbehälter (Schema Pos. 8) die zum Mischen erforderliche Luftmenge mittels eines Kompressors (Schema Pos. 9) angespeichert. Eine pneumatische Steuerung (Schema Pos. 5) leitet die gesammelte Druckluft in Impulsen in das Produkt ein. Die im Mischkopf (Schema Pos. 6) angeordneten Düsenschlitze bewirken dabei eine definierte Strömungsrichtung der Druckluftimpulse und eine besonders intensive Produktdurchmischung. Der gesamte Mischzyklus einer Produktcharge dauert maximal zwei Minuten und besteht in der Regel aus sechs Mischimpulsen, zwischen denen Pausenzeiten liegen, in denen die Luft wieder aus dem Produkt entweichen kann. Die Luft wird mittels eines, im Mischbehälterkopf integrierten, Schlauchfilters (Schema Pos. 3) entstaubt und sauber ins Freie abgegeben.
Konstruktionsmerkmale
Aufgrund abgestufter Mischkopfgrößen ist der AIRMIX in praktisch allen Leistungsklassen (Abmessungen) verfügbar. Neben den Ausführungen in Normalstahl ist der Apparat lieferbar in Edelstahl oder Sonderwerkstoffen. Der Mischkopf (Schema Pos. 6) hat einen sehr einfachen Aufbau, bei dem die komprimierte Luft durch zwei Stutzen in den innen liegenden Ringraum strömt und sich von dort durch Düsenschlitze in das Mischgut verteilt. Alle Komponenten sind metallisch dichtend und bilden im Mischkopf glatte Flächen. Für die Verarbeitung explosionsgefährdeter Stoffe wird der AIRMIX mit Berstscheibe (Schema Pos. 2) oder als 10 bar druckstoßfest ausgeführt. Da der AIRMIX keine bewegten Bauteile verwendet, stellt der Apparat im Betrieb keine potentiellen Zündquellen dar und fällt selbst nicht unter die ATEX Richtlinie.
Vorteile
Auch bei großen Chargen und stark unterschiedlichen Schüttgewichten der zu mischenden Produktkomponenten erreicht der AIRMIX extrem kurze Mischzeiten und eine hohe, reproduzierbare Mischgenauigkeit. Durch seine einfache Bauweise kann der AIRMIX leicht in eine bestehende Anlage integriert werden. So ist z.B., unter Berücksichtigung weniger Voraussetzungen, auch eine Aufrüstung bereits existierender Silos mit einem Mischkopf zum AIRMIX möglich. Die Mischwirkung wird auf äußerst produktschonende Weise mittels pneumatischer Fluidisierung und Luftturbulenz erzeugt. Eine unerwünschte Zerkleinerung oder Erwärmung des Produkts durch Scherkräfte wird zuverlässig vermieden. Da keine bewegten Mischwerkzeuge (Rotoren o.Ä.) vorhanden sind, ist auch eine Verunreinigung des Produkts durch Schmierstoffe, Abrieb u. Ä. ausgeschlossen, und der Verschleiß am Apparat selbst ist auf ein Minimum reduziert. Der gesamte Mischer ist, aufgrund seiner glatten Oberflächen und einfachen Formgebung, mittels Luftimpulsen bei entleertem Behälter leicht zu reinigen. Aus dem gleichen Grund sind Produktverschleppungen von einer Charge zur nächsten äußerst gering.
Typische Anwendungsfälle
Der AIRMIX wird eingesetzt in der Nahrungsmittelindustrie, der Chemischen Industrie, der Baustoffindustrie und der Metallindustrie, insbesondere wenn große Volumina trockener Schüttgüter schonend und schnell gemischt werden müssen. In den genannten Industriebereichen wird der AIRMIX zum Homogenisieren, Mischen und Einstellen von speziellen Mischungen (z.B. Pigmente, Methylzellulose, Kunststoffgranulate, Stärke, Aluminiumoxid, Pharmazeutische Produkte) eingesetzt.
Einsatzgrenzen
Der AIRMIX ist einsetzbar für alle trockenen, fluidisierbaren Schüttgüter bis zu einer max. Partikelgröße von ca. 3 mm. Die maximale Produktaufgabetemperatur sollte 100 °C nicht überschreiten.
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