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Verfahrenstechnik

Grenzebach bietet verfahrenstechnische Maschinen und Anlagen für die mechanische und thermische Behandlung von Pulver und Schüttgütern. Für weitere Informationen wenden Sie sich an process@grenzebach.com  

 
Pigmentanlagen



Systemlösungen zum Aufmahlen, Mischen und Entlüften von Pigmenten o.Ä. mit optimaler Flexibilität für den Betrieb.

Bei der Behandlung von Schüttgütern sind gerade bei Pigmenten oft mehrere Prozeßschritte bis zum versandfertigen Produkt erforderlich. Die Herausforderungen bei der Produktion von Pigmenten lassen sich häufig auch auf andere feinteilige Schüttgüter übertragen. Besonders die einfache Reinigung bei Produktwechsel und die schnelle Anpassung an neu einzustellende Produktqualitäten (z.B. die Endfeinheit), aber auch die Schüttvolumenreduzierung bei leichten Produkten sind aktuelle Fragestellungen verschiedenster Branchen.

Grenzebach BSH Anlagensysteme mit Wirbelstrommühlen  zur Fein(st)vermahlung, pneumatischen Mischern  zur schnellen und schonenden Vermischung auch größter Volumina sowie Pulververdichtern  zur Volumenreduzierung und allgemeinen Verbesserung der Handling-Eigenschaften erfüllen diese Aufgaben in einer kompletten Anlagenlösung wie in der Abbildung dargestellt.

Im Bereich der Fein(st)vermahlung z.B. von Pigmenten findet die Grenzebach BSH Wirbelstrommühle  bewährten Einsatz. Diese Mühle erreicht Feinheiten unter 10 µm ohne Einsatz eines nachgeschalteten Sichters. Die Einstellung der Mahlfeinheiten erfolgt durch die Drehzahlanpassung der Mühle, die Regulierung des Mühlenluftstromes sowie durch die stufenlose und einfache Verstellung des Mahlspaltes. Somit erfüllt die Grenzebach BSH Wirbelstrommühle alle gewünschten Voraussetzungen für die in der Industrie notwendigen Belange.

Die üblicherweise nach dem Mahlprozeß erforderliche, exakte Einstellung der Pigmentmischung wird mit dem pneumatischem Mischer AIRMIX durchgeführt. Das Mischen in einem AIRMIX-Mischer erfolgt durch Luftimpulse in sehr kurzen Zeitintervallen. Weil keine mechanisch bewegten Teile vorhanden sind, ist eine Verunreinigung des Mischgutes durch Dichtungsfette bzw. Schmierstoffe ausgeschlossen, ebenso eine Erwärmung oder Kornveränderung durch Scherkräfte. Eine sehr gute Reinigungszugänglichkeit des Mischbehälters, ohne die sonst üblichen Mischwerkzeuge, ergibt sich hierbei praktisch ganz von selbst. Aufgrund der sehr hohen Mischintensität können auch Pigmentchargen, die aus sehr voneinander abweichenden Ausgangskomponenten bestehen (d.h. sich hinsichtlich Schüttdichte, Korngröße oder Mengen stark unterscheiden), in Volumina von 40 Litern bis 80 m³ mit höchster Mischgüte hergestellt werden. Für abrasive Stoffe empfiehlt sich der Mischer ebenfalls ganz besonders. Mittels eines im Mischerbehälter eingebauten Filters wird die Mischluft vom fluidisierten Produkt abgetrennt. In einer Kombination von AIRMIX und Mühle kann auf einen zusätzlichen Filter für die Mahlanlage verzichtet werden. Der Materialaustrag aus dem Mischer erfolgt über einen Kegelverschluß, der das Entmischen und eine Brückenbildung des Mischgutes beim Entleeren verhindert.

Die nachgeschalteten  VACUPRESS  Pulververdichtungsanlagen werden überall dort eingesetzt, wo das Schüttgewicht leichter, feinkörniger Pulver erhöht und das Volumen reduziert werden sollen. Der hierbei notwendige Verdichtungseffekt wird durch das Zusammenwirken von Vakuum und mechanischem Preßdruck zwischen zwei gegeneinander rotierenden Walzen erzielt. Eine Walze ist hierzu als permeable Filterwalze mit innenliegendem Vakuum ausgeführt. Das zu verdichtende Produkt legt sich an diese Walze an, baut sich während der Walzendrehung auf und gelangt in den Spalt zwischen Filterwalze und Preßwalze, von welcher es mit einstellbarem Preßdruck verdichtet wird. Aufgrund der Luftdurchströmung der Produktschicht auf der Vakuum-Filterwalze bewegen sich die einzelnen Partikel in eine dichtere Anordnung. Letztendlich erhält man ein verdichtetes Schüttgut, welches jedoch insgesamt locker verbunden ist und sich leicht wieder in seine einzelnen Partikel zerteilen lässt, ohne dass eine Kornveränderung stattfindet. Die erzielbaren Volumenreduktionen betragen bis zu 75 %. Nachfolgende Verpackungsmaschinen und verwendete Verpackungen können somit wesentlich kleiner dimensioniert sein, ebenso die erforderlichen Lagerflächen und die zu reservierenden Transportvolumina.