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Strahlwindsichter (Querstromsichter)



Sichten in 3 Fraktionen mit Sichterwirkungsgrad von 80-90% besonders für abrasive Produkte geeignet.
Funktionsweise
Das in 3 Korngrößenfraktionen aufzutrennende Aufgabegut wird mittels eines Luftförderrohres fluidisiert und dosiert dem Sichter aufgegeben. Durch ein zentrales Einlaufrohr fällt das Produkt (siehe Graphik Pos. 1) zentral auf einen Schleuderteller (Graphik Pos. 2). Durch die besondere Formgebung des Tellers und wirkende Beschleunigungskräfte wird der Produktstrom (Graphik Pos. 3) nach außen gelenkt, dort von speziellen Schaufeln erfasst, weiter beschleunigt und dispergiert. In der Randzone des Schleudertellers vergleichmäßigt sich das Sichtgut über den Umfang des Tellers und schleudert mit definierter, einstellbarer Geschwindigkeit quer zu einem erzeugten Sichtluftstrahl (Graphik Pos. 4) in die Sichtzone. Die Partikel bewegen sich hierbei auf Flugbahnen, die sich entsprechend dem Gleichgewicht von Zentrifugal-, Luftwiderstands- und Schwerkraft auffächern. Die von oben, mit gleichmäßiger Geschwindigkeit über den Ringumfang der Sichtzone, anströmende Sichtluft lenkt die Flugbahnen feiner Partikel stärker nach unten ab, als die von mittleren oder groben Teilchen. Zwei auswechselbare und höhenverstellbare Trennschneiden (Graphik Pos. 5) teilen den Flugbahnfächer in Fein-, Mittel- und Grobfraktion (Graphik Pos. 6, 7 und 8) auf.
Konstruktionsmerkmale
Der Sichter besteht aus einem zweigeteilten Stahlgehäuse. Am Sichteroberteil befinden sich Anschlußflansche für die Sichtluft sowie ein zentrales, in axialer Richtung angeordnetes Produkteinlaufrohr. Im Sichterunterteil sind der rotierende Schleuderteller (aus verschleißfestem Hartguß / Graphik Pos. 2) und die höhenverstellbaren, verschleißfesten Trennschneiden (Graphik Pos. 5) angeordnet. Der Antrieb erfolgt über einen außenliegenden, im rechten Winkel zur Sichterachse angeordneten Elektromotor. Am Boden des Sichters befinden sich Anschlußflansche für ein Hosenstück (Fein- und Mittelfraktion) sowie für ein Abfuhrorgan (z.B. Zellenradschleuse) zum Austrag der Grobfraktion.
Vorteile
Die Trennkorngrößen können über die Tellerdrehzahl und die Sichtluftgeschwindigkeiten in weiten Bereichen stufenlos eingestellt werden. Durch geometrisch unterschiedliche und in der Höhe verstellbare Trennschneiden kann der Trennbereich an die jeweilige Aufgabenstellung angepasst werden. Mit dem Strahlwindsichter lässt sich die Trennung in drei Fraktionen (Fein-, Mittel- und Grobgut) mit einem Sichter realisieren. Das geteilte Sichtergehäuse ermöglicht einen einfachen Austausch von Verschleißteilen und verringert somit den Wartungsaufwand. Gleichermaßen hat sich der außenliegende Antriebsmotor in der Praxis in vorteilhafter Weise bewährt. Das kompakte Mehrkammergehäuse des Sichters eignet sich zum Einhängen (in einen Stahlbau) oder zum Aufstellen. Es kann optional mit einer Verschleißschutzauskleidung versehen werden, zur problemlosen Verwendung für abrasive Produkte. Die stabile und konstante Sichtluftströmung und die davon unabhängige Produktbeschleunigung / -dispergierung macht den Strahlwindsichter unempfindlich gegen Durchsatzschwankungen. Sichtgut- und Sichtluftabstimmung bewirken spritzkornfreie Feinfraktionen
Typische Anwendungsfälle
Der Grenzebach BSH Strahlwindsichter kann sowohl für die Massengutsichtung als auch für die spritzkornfreie Feinguttrennung in allen Bereichen der Feststoffverfahrenstechnik eingesetzt werden. Typisch sind folgende Beispiele:
- Steine- und Erden-Industrie: Kalkstein, Aluminiumoxide, Keramik, Asbest, Bauxit, Dolomit, Feldspat, Kaolin, Quarz, Talkum.
- Chemische Industrie: Aluminiumhydroxid, Ammoniumcarbonat, Natriumcarbonat, Pigmente, Titanschlacke, Schleifmittel.
- Grundstoffindustrie: Aktivkohle, Schwefel, Salze
- Lebensmittelindustrie: Zucker, Kakao, Milchpulver, Stärke.
Einsatzgrenzen
Der Strahlwindsichter ist einsetzbar für Partikelgrößen bis max. 3 mm und eignet sich zur Klassierung oder Entstaubung von Pulvern bei 20 - 150 µm. Je nach Anwendungsfall und Sichtertyp sind Durchsatzleistungen von 3.000 - 50.000 kg/h realisierbar, bei Produkttemperaturen bis ca. 130 °C.
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