Suche

Verfahrenstechnik

Grenzebach bietet verfahrenstechnische Maschinen und Anlagen für die mechanische und thermische Behandlung von Pulver und Schüttgütern. Für weitere Informationen wenden Sie sich an process@grenzebach.com  

 
 
 
Sektionalkühler



Kühlen von hochtemperierten Schüttgütern (bis 1.400 °C) aller Art in einem indirekt wassergekühlten Drehrohr. Extrem hohe Durchsatzleistungen werden zuverlässig beherrscht.

 Funktionsweise  

Der Sektionalkühler ist ein indirekt wassergekühlter Apparat für rieselfähige Schüttgüter (siehe Graphik Pos. 1, 2 und 3). Äußerlich ist er als Drehtrommel ausgeführt, wobei der Innenraum in mehrere Sektionen (Sektoren / Graphik Pos. 4) aufgeteilt ist. Die Wände zwischen den Sektionen und der doppelwandige Drehtrommelmantel werden bei der Rotation des Kühlers im Gegenstrom mit Kühlwasser (Graphik Pos. 5 und 6) durchspült. Verschiedenartige Einbauten im Produktraum gewährleisten den Transport und die Durchmischung des Produktes.

 Konstruktionsmerkmale  

Das Kühlwasser wird dem Kühler durch eine zentrale innere Hohlwelle (Graphik Pos. 7) zugeführt. Nach seinem Weg durch die Wasserkanäle strömt das erwärmte Wasser durch eine zentrale äußere Hohlwelle (Graphik Pos. 8) frei und drucklos aus dem Kühlerrotor. Aufgrund des freien Abflusses (Graphik Pos. 6) handelt es sich um ein druckloses Apparatekonzept (kein Druckapparat nach AD 2000 oder TRD), mit den entsprechenden Vorteilen für Betrieb, Wartung und Genehmigung. Kleinere Ausführungen des Apparates werden an den Enden der zentralen Achse gelagert (Achskühler) - größere Ausführungen besitzen eine drehtrommeltypische Laufrollenlagerung (Graphik Pos. 9). Der Antrieb erfolgt über Ketten- oder Zahnkranzantrieb (Graphik Pos. 10). Die Rotorenden werden von jeweils einem Produkteinfall- bzw. ausfallgehäuse (Graphik Pos. 11 und 12) verschlossen. Zwischen diesen stationären Gehäusen und dem rotierenden Kühlermantel sorgen spezielle Abdichtungen für einen geeigneten Luftabschluß.

 Vorteile  

Der Sektionalkühler bietet sich zunächst für solche Kühlaufgaben an, bei denen z.B. ein sehr feines Produkt in einem konvektiven Kühlverfahren mit dem Kühlluftstrom ausgetragen werden würde. Hierbei bietet der Sektionalkühler als indirekter Apparat den Vorteil, dass er ohne Produktverluste (durch mitgerissenen Staub) arbeitet und somit auch keine Entstaubungseinrichtung erforderlich ist. Außerdem sind mit diesem Kühler relativ kompakte Abmessungen realisierbar. Die robuste Kühlraumgestaltung und die Apparategeometrie ermöglichen außerdem die Kühlung von Feststoffen, welche mit gröberen Produktpartikeln oder gar Agglomeraten versetzt sind. Für die Kühlung von reaktiven Produkten kann eine Kühlrauminertisierung (z.B. mittels Stickstoff- oder Kohlendioxid-Beaufschlagung oder auch alleine durch dichten Luftabschluß) vorgenommen werden. Ein weiteres herausragendes Merkmal ist die generell gute Kühlleistung, welche die Beherrschung sehr hoher Produkteintrittstemperaturen und den Einsatz für große Durchsatzleistungen ermöglicht. Seit Mitte der 1960-er Jahre wurden ca. 250 Sektionalkühler für unterschiedlichste Einsatzzwecke ausgeliefert.

 Typische Anwendungsfälle  

Bewährt hat sich der Sektionalkühler für feine, nicht klebende Industieprodukte (wie Natriumtripolyphosphat „STPP", Kaolin, Konverterstaub etc.), Produktionsrückstände mit hohen Eintrittstemperaturen (wie Zinkblenderöstgut, Pyritabbrand etc.), sowie für reaktive Produkte, welche in inerter Atmosphäre behandelt werden müssen (wie Petrolkoks etc.). Des weiteren werden Natronprills, Soda, Zeolithe, Aktivkohle, Kalziumcarbonat u.v.m. mit Sektionalkühlern gekühlt.

 Einsatzgrenzen  

GRENZEBACH BSH baut Sektionalkühler mit Kühlflächen 8 - 1.000 m² und abzuführenden Wärmeleistungen 25 - 25.000 kW. Produkttemperaturen bis 1.400 °C sind beherrschbar.